Historisch-Technisches Museum Peenemünde
Historisch-Technisches Museum Peenemünde – Peenemünde auf Usedom ist ein Ort von außergewöhnlicher historischer Bedeutung. Während des Zweiten Weltkriegs befand sich hier die Heeresversuchsanstalt Peenemünde – eines der zentralen Entwicklungszentren für die deutsche Raketentechnik. In dieser Anlage wurden unter anderem die sogenannten „Vergeltungswaffen“ entwickelt und getestet, darunter die V1-Flugbombe sowie die Rakete Aggregat 4 (A4), die später als V2 bekannt wurde.
Peenemünde gilt damit als Wiege der modernen Raketentechnik. Viele technische Erkenntnisse, die hier gewonnen wurden, beeinflussten später sowohl die militärische Entwicklung als auch die zivile Raumfahrt. Gleichzeitig ist der Ort jedoch untrennbar mit den Schrecken des Krieges verbunden. Die hier entwickelten Waffen wurden eingesetzt und brachten großes Leid über viele Menschen.
Gerade dieser Kontrast zwischen technischem Fortschritt und den historischen Folgen macht Peenemünde zu einem besonderen und zugleich nachdenklich stimmenden Ort.
Inhaltverzeichnis
Was ist das Historisch-Technisches Museum Peenemünde?
Das Historisch-Technisches Museum Peenemünde befindet sich im ehemaligen Kraftwerk der Heeresversuchsanstalt Peenemünde. Bereits das Gebäude selbst ist ein bedeutendes Zeitzeugnis, denn hier wurde während des Zweiten Weltkriegs die Energie für eines der wichtigsten Rüstungsprojekte des Deutschen Reiches erzeugt.
Heute ist das Museum weit mehr als nur ein Technikmuseum. Es ist zugleich ein zeitgeschichtlicher Erinnerungsort, der die Entwicklung der Raketenforschung in Peenemünde umfassend dokumentiert. Besucher erhalten Einblicke in die technischen Errungenschaften, die Hintergründe des Raketenprogramms sowie die politischen und historischen Zusammenhänge dieser Zeit.
Dabei wird nicht nur die technische Seite beleuchtet, sondern auch die Verantwortung und die Folgen dieser Entwicklungen thematisiert. Das Museum schafft es, Technikgeschichte mit einem klaren Mahnmalcharakter zu verbinden – und genau diese Kombination aus Innovation, Geschichte und kritischer Einordnung macht den Ort so besonders und eindrucksvoll.
Galerie & Eindrücke




















Dauer unseres Besuches
Wir waren fast zwei Stunden vor Ort.
Wer sich wirklich intensiv mit allen Exponaten, Informationstafeln und Ausstellungsbereichen beschäftigen möchte, sollte jedoch deutlich mehr Zeit einplanen. Es gibt sehr viel zu sehen und zu lesen.
Für wen ist es geeignet?
- Technikbegeisterte
- Geschichtsinteressierte
- Interessierte am Zweiten Weltkrieg
- Wissbegierige Besucher
- Paare
Grundsätzlich sollte jeder einmal einen solchen Ort besuchen – nicht nur als Museum, sondern auch als zeitgeschichtliches Mahnmal.
Für Kinder ist es nur bedingt geeignet. Die Ausstellung ist sehr informationslastig, was für jüngere Besucher schnell langweilig werden kann.
Wie war es?
Wir waren beeindruckt.
Es gibt sehr viele Exponate – darunter auch große und außergewöhnliche Ausstellungsstücke wie:
- Eine Abschussrampe einer V1-Flugbombe
- Nachbauten bzw. Darstellungen der Rakete Aggregat 4
- Das vollständig erhaltene ehemalige Kraftwerk
Die Ausstellung ist sehr informativ, gut strukturiert und insgesamt interessant aufbereitet. Man merkt, dass sich hier viel Mühe gegeben wird, Geschichte verständlich darzustellen.
Praktische Tipps
- Es stehen ausreichend Parkplätze in mehreren Bereichen zur Verfügung (kostenpflichtig).
- Bei kaltem Wetter unbedingt warme Kleidung tragen – viele Bereiche sind draußen, und auch das Kraftwerk selbst ist nicht beheizt.
- Im Winter kann es sehr glatt sein.
Fazit
Eine sehr interessante und eindrucksvolle Ausstellung, die man gesehen haben sollte – besonders als Technikinteressierter oder bei Interesse am Zweiten Weltkrieg.
Die Eintrittspreise sind aus unserer Sicht angemessen, wenn man bedenkt, wie viele Exponate vorhanden sind und wie aufwendig die Instandhaltung einer solchen Anlage ist. Überall befinden sich Infotafeln, und man merkt, dass hier kontinuierlich gearbeitet wird.
Njoryk’s – Check
Nach allem, was wir erlebt und beschrieben haben, vergeben wir:
👉 Was unsere Njoryk’s genau bedeuten, erfährst du hier:
Warum 5 Njoryk’s?
- Sehr viele Exponate
- Große und beeindruckende Ausstellungsstücke
- Sichtbarer Erhaltungsaufwand
- Faire Eintrittspreise
- Informativer und gut strukturierter Aufbau
Warum nicht 6 Njoryk’s?
- Teilweise sind noch Bereiche sanierungsbedürftig
- Einige Exponate und Außenbereiche zeigen sichtbare Alterungserscheinungen
Infos:
ohne gewähr
| Name: | Historisch-Technisches Museum Peenemünde |
| Adresse: | Im Kraftwerk, 17449 Peenemünde |
| Webseite: | Startseite – Historisch-Technisches Museum Peenemünde |
| Telefon: | (0) 38371 505 0 |
| Öffnungszeiten: | April-September 10:00 Uhr – 18:00 Uhr Oktober-März 10:00 Uhr – 16:00 Uhr November-März und Montag’s geschlossen |
Dieser Besuch ist Teil unseres Kurztrip nach Sassnitz Rügen – alle Stationen und Tipps findest du in der Übersicht.