Burgruine Weferlingen – ein Stück Mittelalter zum Entdecken
Bei der Planung unseres Besuchs der Burg Oebisfelde haben wir entdeckt, dass sich ganz in der Nähe noch eine weitere historische Burganlage befinden soll. Diesmal allerdings keine erhaltene Burg, sondern eine Burgruine in Weferlingen. Da wurden wir natürlich neugierig.
Nachdem wir uns die Burg Oebisfelde angesehen hatten, machten wir uns deshalb direkt auf den Weg nach Weferlingen. Wir waren gespannt, was von der ehemaligen Burg heute noch erhalten ist und was uns bei der Burgruine Weferlingen erwarten würde. 🏰
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- Wissenswertes & Besonderes
- Offizielle Informationen & Fakten
- Wie war unser Besuch bei der Burgruine Weferlingen?
- Dauer unseres Besuches – Wie viel zeit sollte man einplanen?
- Zielgruppe – Für wen ist das Ausflugsziel geeignet?
- Praktische Tipps für euren Besuch
- Barrierefreiheit – wie gut ist der Ort zugänglich?
- FAQ – alles rund um den Besuch
- Unser Fazit zur Burgruine Weferlingen
- Njoryk – Check
- Mehr von unserem Kurztrip nach Tülau in Juli 2026
- Galerie & Eindrücke
Wissenswertes & Besonderes
Die Burgruine Weferlingen blickt auf eine lange Geschichte zurück. Vermutlich wurde die ursprüngliche Wasserburg bereits im 13. Jahrhundert von den Herren von Hohenlage errichtet. Durch ihre Lage an der Aller und einen etwa zehn Meter breiten Wassergraben war die Anlage damals gut geschützt. Wo sich früher der Burggraben befand, verläuft heute eine Straße.
Im Laufe der Jahrhunderte wechselte die Burg mehrfach ihre Besitzer. Anfang des 16. Jahrhunderts gelangte sie in die Eigenverwaltung des Halberstädter Bischofs und wurde zu einem Schloss umgebaut. Im 17. Jahrhundert gehörte die Anlage zeitweise Friedrich II. von Hessen-Homburg, der sie noch einmal umfangreich ausbauen ließ.
Ab 1717 wurde die Burg nicht mehr bewohnt. Später dienten Teile der Anlage unter anderem als Kornspeicher, bevor ein Brand Ende des Jahres 1929 große Schäden verursachte. Zurück blieb die Burgruine, wie wir sie in Teilen noch heute sehen können.
Der „Graue Hermann“
Besonders auffällig ist der mächtige Bergfried, der auch als „Grauer Hermann“ bezeichnet wird. Ursprünglich war der Turm etwa 30 Meter hoch, heute erreicht er noch eine Höhe von rund 28 Metern. Mit einer Grundfläche von etwa 12 × 12 Metern und bis zu 2,50 Meter starken Mauern ist er schon von Weitem ein beeindruckender Teil der ehemaligen Burganlage.
Auch von den Außenmauern der früheren Burg sind noch größere Bereiche erhalten. Teilweise erreichen sie noch die Höhe von drei Geschossen, sodass man sich trotz des heutigen Zustands noch gut vorstellen kann, welche Dimensionen die Anlage einmal gehabt haben muss.
Um die Burgruine vor einem weiteren Verfall zu schützen, wurde sie in mehreren Bauabschnitten umfangreich saniert. Auch der „Graue Hermann“ wurde instand gesetzt und zu einem Aussichtsturm ausgebaut. Seit 2012 befindet sich auf dem Turm eine Aussichtsplattform.
Heute dient das Gelände der Burgruine außerdem als Veranstaltungsort. Damit sind die alten Mauern nicht nur ein Zeugnis der jahrhundertelangen Geschichte Weferlingens, sondern weiterhin ein Bestandteil des Lebens im Ort.
Offizielle Informationen & Fakten
Hier findet ihr die wichtigsten Infos kompakt zusammengefasst.
| Name: | Burgruine Weferlingen |
| Betreiber: | Bürgerverein Weferlingen e.v. |
| 📍Adresse: | Gutshof 3 39356 Weferlingen |
| 🌎 Homepage: | Zur Homepage – Bürgerverein Weferlingen e.v |
| 📧 Mail: | vorstand [at] buergerverein-weferlingen . de |
Wir haben alle Angaben nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert. Falls euch etwas auffällt oder sich Informationen geändert haben, gebt uns gerne über das Kontaktformular – zum Kontaktformular Bescheid.
Wie war unser Besuch bei der Burgruine Weferlingen?
Da wir vor unserem Besuch keine eindeutigen Informationen zu Parkmöglichkeiten direkt an der Burgruine Weferlingen gefunden hatten, haben wir unser Auto in der näheren Umgebung abgestellt und sind das letzte Stück zu Fuß gegangen.
Schon auf dem Weg zur Burgruine fiel uns der große Bergfried ins Auge. Der sogenannte „Graue Hermann“ ist mit seinen rund 28 Metern Höhe kaum zu übersehen und definitiv das auffälligste Bauwerk der ehemaligen Burganlage.
Anschließend haben wir uns in Ruhe auf dem Gelände umgesehen. Von der eigentlichen Burg sind heute hauptsächlich noch die alten Außenmauern und weitere Mauerreste erhalten. Gerade durch ihre Höhe lassen diese aber noch erahnen, welche Ausmaße die Burg früher einmal gehabt haben muss.
Auf dem Burggelände befindet sich heute außerdem die Freiwillige Feuerwehr, sodass historische und heutige Nutzung hier unmittelbar aufeinandertreffen.
Bei unserem Besuch waren mehrere Bereiche der Burgruine mit Bauzäunen abgesperrt und konnten deshalb nicht betreten werden. Warum diese Absperrungen dort standen und ob beispielsweise Sanierungs- oder Sicherungsarbeiten durchgeführt wurden, konnten wir vor Ort leider nicht herausfinden. Entsprechende Hinweisschilder oder Informationen an den Absperrungen haben wir nicht entdeckt.
Etwas unglücklich fanden wir außerdem, dass ausgerechnet im Durchgang zum Innenhof mehrere Mülltonnen abgestellt waren. Natürlich müssen diese irgendwo untergebracht werden, an dieser Stelle beeinträchtigen sie unserer Meinung nach aber etwas den ersten Eindruck der historischen Anlage.
Wir sind anschließend weiter durch die zugänglichen Bereiche gelaufen und haben uns die erhaltenen Mauern und den „Grauen Hermann“ aus verschiedenen Perspektiven angesehen. Gerade der Bergfried und die noch vorhandenen hohen Außenmauern vermitteln trotz des ruinösen Zustands einen guten Eindruck davon, wie mächtig die Burganlage früher einmal gewesen sein muss
Dauer unseres Besuches – Wie viel zeit sollte man einplanen?
Für unseren Besuch der Burgruine Weferlingen haben wir inklusive des Fußwegs von unserem Parkplatz etwa 40 Minuten gebraucht. In dieser Zeit konnten wir uns die zugänglichen Bereiche der Ruine, die erhaltenen Mauern und den „Grauen Hermann“ in Ruhe ansehen.
Für einen normalen Rundgang würden wir deshalb etwa 30 bis 45 Minuten einplanen. Viel mehr Zeit benötigt man unserer Meinung nach nicht, da das Gelände recht überschaubar ist und einige Bereiche bei unserem Besuch zudem abgesperrt waren.
Der Bergfried „Grauer Hermann“ kann zu bestimmten Zeiten ebenfalls besichtigt werden. Wenn ihr den Turm besteigen und die Aussichtsplattform besuchen möchtet, solltet ihr natürlich etwas mehr Zeit einplanen.
Insgesamt dürften aber auch mit einer Turmbesichtigung für die meisten Besucher etwa 60 Minuten ausreichend sein.
Zielgruppe – Für wen ist das Ausflugsziel geeignet?
Die Burgruine Weferlingen ist besonders für Mittelalterfans und Geschichtsinteressierte interessant. Die erhaltenen Mauern und vor allem der mächtige Bergfried „Grauer Hermann“ vermitteln noch heute einen Eindruck von der ehemaligen Burganlage.
Auch für Familien mit Kindern kann die Ruine ein schönes kleines Ausflugsziel sein. Das Gelände ist überschaubar und lässt sich gut gemeinsam erkunden. Gerade alte Burgen und Ruinen bieten für Kinder schließlich immer etwas Raum zum Entdecken.
Wer einfach einen Spaziergang zu zweit unternehmen möchte, kann die Burgruine ebenfalls gut als Ziel oder Zwischenstopp einplanen. Ein kleiner Rundgang durch die historischen Mauern lässt sich problemlos mit einem Spaziergang durch Weferlingen verbinden.
Für einen kurzen Abstecher ist die Burgruine daher für viele Besucher geeignet – besonders dann, wenn man ohnehin in der Umgebung unterwegs ist.
Praktische Tipps für euren Besuch
Da die Parkmöglichkeiten direkt an der Burgruine Weferlingen sehr begrenzt sind, solltet ihr euch gerade bei Veranstaltungen bereits vorher überlegen, wo ihr euer Auto abstellen könnt.
Eine Möglichkeit findet ihr beispielsweise an der Hauptstraße. Dort befinden sich unter anderem ein ALDI und ein EDEKA mit Kundenparkplätzen, auf denen ihr im Rahmen der jeweils ausgeschilderten Bedingungen für eine begrenzte Zeit parken könnt. Achtet dabei unbedingt auf die vor Ort angegebenen Parkregeln und die zulässige Parkdauer.
Von dort könnt ihr den restlichen Weg zur Burgruine zu Fuß zurücklegen. Wir würden euch empfehlen, dabei nicht einfach der Straße zu folgen, sondern den Weg durch die Park- und Gartenanlagen zu nehmen. Der kleine Spaziergang durch das Grüne ist deutlich schöner und lässt sich wunderbar mit dem Besuch der Burgruine verbinden.
Gerade wenn an der Burgruine eine Veranstaltung stattfindet, solltet ihr für die Parkplatzsuche vorsichtshalber etwas zusätzliche Zeit einplanen.
Barrierefreiheit – wie gut ist der Ort zugänglich?
Die Burgruine Weferlingen ist grundsätzlich ebenerdig zugänglich. Allerdings bestehen die Wege auf dem Gelände teilweise aus Schotter oder Rasen, wodurch die Fortbewegung mit einem Rollstuhl, Rollator oder bei eingeschränkter Gehfähigkeit durchaus schwierig sein kann.
Besonders bei unebenem oder nassem Untergrund sollte man deshalb mit Einschränkungen rechnen. Einen durchgehend befestigten und barrierefreien Rundweg gibt es unserer Erfahrung nach nicht.
Der Bergfried „Grauer Hermann“ ist nur über eine Treppe zugänglich. Einen Aufzug gibt es nicht, sodass eine Besichtigung des Turms für Menschen, die keine Treppen steigen können, leider nicht möglich ist.
Das eigentliche Gelände der Burgruine ist somit zwar weitgehend ohne Stufen erreichbar, aufgrund der Bodenbeschaffenheit würden wir es aber nur als eingeschränkt barrierefrei bezeichnen.
FAQ – alles rund um den Besuch
Wir haben alle Angaben nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert. Falls euch etwas auffällt oder sich Informationen geändert haben, gebt uns gerne über das Kontaktformular – zum Kontaktformular Bescheid
Unser Fazit zur Burgruine Weferlingen
Die Burgruine Weferlingen einmal zu besuchen, fanden wir grundsätzlich interessant. Gerade die noch erhaltenen hohen Mauern und der Bergfried „Grauer Hermann“ lassen erahnen, wie die ehemalige Burganlage früher einmal ausgesehen haben muss.
Leider hat das Gelände bei uns insgesamt einen eher lieblosen Eindruck hinterlassen. Mehrere Bereiche waren bei unserem Besuch einfach mit Bauzäunen abgesperrt, ohne dass wir Hinweise darauf finden konnten, warum diese Absperrungen notwendig sind oder wie lange sie bestehen bleiben sollen. Auch Informationen darüber, wann und unter welchen Bedingungen der Bergfried besichtigt werden kann, hätten wir uns direkt vor Ort gewünscht.
Besonders negativ aufgefallen sind uns die zahlreichen Graffiti und Schmierereien. Darunter befanden sich leider auch nationalsozialistische Symbole. Auch ein Gebäude im angrenzenden Park war großflächig mit Graffiti beschmiert. Gerade an einer historischen Anlage hinterlässt das keinen schönen Eindruck und trägt zusätzlich dazu bei, dass das gesamte Umfeld ungepflegt wirkt.
Das ist besonders schade, denn mit der langen Geschichte der Burg und dem markanten „Grauen Hermann“ wäre durchaus Potenzial vorhanden. Mit einer gepflegteren Präsentation, besseren Informationen vor Ort und weniger abgesperrten Bereichen könnte der Besuch unserer Meinung nach deutlich attraktiver sein.
Für uns persönlich hat ein einmaliger Besuch gereicht. Eine erneute Anreise nur für die Burgruine Weferlingen würden wir nicht einplanen, da uns das Gesamtangebot dafür nicht überzeugt hat. Wenn man ohnehin in Weferlingen oder der näheren Umgebung unterwegs ist, kann man sich die Ruine durchaus einmal ansehen – als eigenständiges Ziel für eine weitere Anreise würden wir sie jedoch nicht empfehlen.
Njoryk – Check
Nach allem, was wir erlebt und beschrieben haben, vergeben wir:
👉 Was unsere Njoryk’s genau bedeuten, erfährst du hier:
Die Burgruine Weferlingen bekommt von uns 2 von 6 Njoryks. Leider reicht es nach unserem Besuch nicht für eine bessere Bewertung, auch wenn die historischen Mauern und der imposante Bergfried „Grauer Hermann“ durchaus sehenswert sind.
Besonders negativ sind uns die zahlreichen Graffiti und Schmierereien aufgefallen. Auch die verschiedenen mit Bauzäunen abgesperrten Bereiche tragen nicht gerade zu einem schönen Gesamtbild bei. Da wir vor Ort keine Informationen über den Grund der Absperrungen finden konnten, wirkte das Gelände auf uns insgesamt etwas lieblos präsentiert.
Hinzu kommen die fehlenden Informationen zur Besichtigung des Bergfrieds. Wir hätten uns gewünscht, direkt vor Ort erfahren zu können, wann und unter welchen Bedingungen der Turm besichtigt werden kann.
Auch die fehlenden Toiletten fließen ein Stück weit in unsere Bewertung ein. Das ist für uns zwar kein entscheidendes Kriterium und bei einer frei zugänglichen Burgruine sicherlich nicht ungewöhnlich, gehört bei unserer Gesamtbewertung aber trotzdem dazu.
Die geschichtliche Bedeutung der Anlage und der „Graue Hermann“ sind definitiv interessant. Das Gesamtbild hat uns bei unserem Besuch jedoch nicht überzeugt. Deshalb vergeben wir am Ende 2 von 6 Njoryks für die Burgruine Weferlingen.
Mehr von unserem Kurztrip nach Tülau in Juli 2026
Während unseres Kurztrips haben wir noch weitere spannende Orte entdeckt. Wenn ihr mehr über unseren Aufenthalt erfahren möchtet, schaut euch auch diese Beiträge an:
| ➡️Kurztrip nach Tülau im Juli 2026 – Den kompletten Reisebericht |
| ➡️Gedenkstätte Bergen-Belsen – Unser Besuch der Gedenkstätte in Bergen-Belsen |
| ➡️Grenzlehrpfad bei Böckwitz und Zicherie – Grenzanlagen der ehemaligen DDR |
| ➡️Burg Oebisfelde – Unser Besuch der Burg Oebisfelde |
| Die Unterkunft |
| ➡️ Ferienwohnung Sonnenschein – Unsere Unterkunft während unseren Aufenthaltes in Tülau |



























